← Zurück zu den Burgen
Palácio da Pena

Palácio da Pena

📍 Sintra, Portugal 📅 Gebaut im Jahr 1854

Der Palácio Nacional da Pena (Palácio Nacional da Pena) ist eines der schönsten Beispiele der Romantik des 19. Jahrhunderts weltweit. Auf einem Gipfel im Sintra-Gebirge gelegen, lassen seine lebhaften Farben – Gelb, Rot und Blau – und sein eklektischer Stilmix ihn wie aus einem Disney-Film wirken. An klaren Tagen kann man ihn von Lissabon aus sehen.

Die künstlerische Vision eines Königs

Das Schloss war die Idee von König Ferdinand II., einem deutschen Prinzen, der in die portugiesische Königsfamilie einheiratete. Er erwarb die Ruinen eines alten Hieronymitenklosters, das durch das Erdbeben von 1755 zerstört worden war, und beschloss, es in einen Sommerpalast zu verwandeln. Der Bau fand zwischen 1842 und 1854 statt.

  • Architektonische Fusion: Ferdinand wollte einen Palast, der eine Opernkuhle widerspiegelte. Das Ergebnis ist eine wilde Mischung aus neugotischen, neomanuelinischen, neo-islamischen und Neorenaissance-Stilen. Man sieht mittelalterliche Zinnen neben maurischen Bögen und komplizierten portugiesischen Steinschnitzereien.
  • Der Triton-Bogen: Eines der berühmtesten Merkmale ist das allegorische Tor, das von einer furchterregenden Statue des Triton, eines mythologischen Seeungeheuers, bewacht wird und die Erschaffung der Welt symbolisiert.

Der Park von Pena

Umgeben ist der Palast von einem riesigen bewaldeten Park, der 200 Hektar umfasst. König Ferdinand II. ließ Bäume von jedem Kontinent hier pflanzen und schuf so ein botanisches Wunderland. Sie finden hier nordamerikanische Mammutbäume, japanische Sicheltannen und Farne aus Neuseeland, die Seite an Seite wachsen.

Interieur: Eingefroren im Jahr 1910

Das Innere des Palastes ist genau so erhalten geblieben, wie es 1910 war, als die portugiesische Königsfamilie nach der Revolution ins Exil nach Brasilien floh. Der Tisch ist für das Abendessen gedeckt, und persönliche Gegenstände verbleiben in den Schlafzimmern und bieten einen intimen Einblick in das tägliche Leben der letzten Könige von Portugal.

Besuchertipps

  • Transport: Versuchen Sie nicht, mit dem Auto zu den Palasttoren zu fahren; die Straßen sind eng und Parkplätze sind nicht vorhanden. Nehmen Sie den Touristenbus 434 vom Bahnhof Sintra.
  • Wind und Nebel: Das Mikroklima von Sintra bedeutet, dass der Palast oft in Nebel gehüllt ist (was zur Mystik beiträgt) oder von starken Winden gebeutelt wird, selbst wenn es in Lissabon sonnig ist. Bringen Sie Kleidungsschichten mit.
  • Cruz Alta: Für das beste Foto des Palastes selbst wandern Sie zum Cruz Alta (Hohes Kreuz), dem höchsten Punkt in den Hügeln von Sintra.